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Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen.
Falls Sie weitere Fragen zur Therapie mit Gepan® instill haben, werden wir diese gerne individuell beantworten. Nutzen Sie hierfür bitte unser Kontaktformular.

Chronische Cystitiden, was versteht man darunter?

Unter chronischen Cystitiden versteht man chronische Erkrankungen der Harnblase, die durch folgende Symptome gekennzeichnet sind: häufiges Wasserlassen, starker, schwer zu unterdrückender Harndrang und anhaltende Schmerzen im Beckenbereich. Es gibt verschiedene Formen chronischer Cystitiden, wie z.B. die interstitielle Cystitis (IC), die Überaktive Blase (Overactive Bladder Syndrom, OAB), die Strahlencystitis (radiogene Cystitis) und die chronisch-wiederkehrenden Harnwegsinfekte.

Wodurch entstehen chronische Cystitiden?

Häufig gehen chronische Cystitiden mit einem Defekt der GAG-Schicht einher.
Die genauen Ursachen der interstitiellen Cystitis und der Überaktiven Blase sind unbekannt. Bei radiogenen Cystitiden sind vorausgegangene Bestrahlungen Ursache der Erkrankung. Chronisch-wiederkehrenden Harnwegsinfekten liegt häufig eine individuelle Infektanfälligkeit zu Grunde.

Warum sind interstitielle Cystitis und Überaktive Blase so schwer zu diagnostizieren?

Interstitielle Cystitis (IC) und Überaktive Blase (OAB) werden in der Regel als Ausschlussdiagnose gestellt, d.h. es werden zunächst verschiedenste andere mögliche urologische, gynäkologische und internistische Erkrankungen ausgeschlossen. Hierdurch kann die Diagnosestellung sehr langwierig sein. Um die Diagnose zu stellen, führt der Facharzt zum Teil aufwendige Untersuchungen (z.B. Blasenspiegelung, Urodynamik, Biopsie) durch.

Hat die Ernährung einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf?

Allgemein trägt eine ausgewogene Ernährung zu einem besseren Allgemeinbefinden bei. So kann z.B. eine ausreichende Vitaminzufuhr Infekten vorbeugen. Patienten sollten auf leichte und gesunde Kost achten und die Mahlzeiten lieber in mehreren kleineren Portionen zu sich nehmen. Für Patienten mit einer interstitiellen Cystitis stehen besondere Ernährungstipps zur Verfügung.

Beeinflusst eine Schwangerschaft die IC?

Einige Ärzte berichten, dass sich die IC-Symptome bei schwangeren Patientinnen verbessern. Experten nehmen an, dass Veränderungen des Progesteron-Spiegels hierfür verantwortlich sind.

Sind chronische Cystitiden ansteckend?

Nein, die interstitielle Cystitis, die Überaktive Blase (OAB) und die radiogene Cystitis sind keine Infektionskrankheiten. Auch die Neigung zu chronisch-wiederkehrenden Harnwegsinfekten ist nicht ansteckend.

 Kann man Harnblasen transplantieren?

Blasentransplantationen werden nicht durchgeführt, denn die Blase ist kein essentielles (lebensnotwendiges) Organ. Die Aufgabe der Blase besteht darin den Urin zu sammeln. Kann diese Funktion nicht erfüllt werden, geht dies zwar mit einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität einher, jedoch besteht keine lebensbedrohliche Situation. Es erscheint daher nicht gerechtfertigt, die Risiken, die mit einer Organtransplantation verbunden sind, in Kauf zu nehmen. Zu den Risiken zählen die Gefahr der Abstoßung bzw. die lebenslange Einnahme von hochwirksamen aber nebenwirkungsreichen Medikamenten, um eine solche Abstoßung zu verhindern. Es ist allerdings durchaus möglich, durch spezielle chirurgische Verfahren einen akzeptablen Blasen-Ersatz zu schaffen.

Kann Gepan® instill zusätzlich zu anderen medikamentösen Therapien angewendet werden?

Ja, Gepan® instill kann in Kombination mit einer oralen medikamentösen Therapie angewendet werden. Wechselwirkungen mit Arzneimitteln wie z. B. Spasmolytika, Analgetika oder Antibiotika sind nicht bekannt und auch nicht zu erwarten, da Gepan® instill nicht vom Körper aufgenommen wird, sondern direkt in der Blase wirkt.

Wie kann ich Gepan® instill aufbewahren?

Die Gepan® instill Fertigspritzen können bei Raumtemperatur gelagert werden, jedoch nicht über + 25°C. Gepan® instill darf nicht eingefroren werden. Bitte lagern Sie nur ungeöffnete Spritzen und verwerfen nicht verbrauchte Reste sofort.

Wer trägt die Kosten der Behandlung mit Gepan® instill?

In Deutschland ist Gepan® instill gegenwärtig keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten für Therapie werden daher in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen und gehören somit zu den Selbstzahlerleistungen. Ihr Arzt berät Sie gerne über alle notwendigen Schritte und Kosten der Therapie. Bei Fragen steht Ihnen auch jederzeit das Team von Pohl-Boskamp zur Verfügung.

Finden Sie keine Antwort auf Ihre eigenen Fragen? Gerne beantworten wir Ihre Fragen individuell, bitte verwenden Sie hierzu das Kontaktformular.

 

Gepan® instill - 2 mg/ml: 40 ml sterile Natrium-Chondroitinsulfat-Lösung (0,2 %) zur Instillation in die Blase. Verschreibungspflichtiges Medizinprodukt zum vorübergehenden Ersatz der Glykosaminoglykan-Schicht. G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, 25551 Hohenlockstedt (2)